Raidsonic IB-MP3011Plus

23. Februar 2012 von Götz Dähne
Kategorie: Home Entertainment

Einleitung:

Nach längerem haben wir wieder einen Mediaplayer für das Wohnzimmer im Test. Diesmal handelt es sich um den IB-MP3011Plus von RaidSonic. Da die aktuellen Player unterschiedlicher Firmen hauptsächlich unter einem Realtek-Chipsatz laufen, liegt es natürlich an der Umsetzung der Möglichkeiten, die der Chipsatz bietet. Inwieweit Raidsonic hier eine gute Firmware entwickelt hat und ob sich das Gerät im Wohnzimmer bewährt, wollen wir heute in einem kleinen Überblick darstellen.

Vorerst noch ein paar Worte zu dem Hersteller Raidsonic. Seit 1999 versucht Raidsonic sich auf dem Markt mit Festplattenlösungen zu etablieren. Mit der Marke ICY-BOX, die mittlerweile jedem ein Begriff ist, hat Raidsonic Anfangs mit externen Festplattengehäusen bis zu Raidsystem und nun auch mit Mediaplayern ein breites Spektrum an Produkten. In der Vergangenheit hatten wir oft die Möglichkeit Produkte von RaidSonic zu testen und waren überwiegend sehr zufrieden mit der Leistung aber auch mit den Preisen.

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Verpackung:

Die Verpackung ist sehr kompakt gehalten, wichtige Features sind auf der Verpackung sowohl als Bildchen als auch mit Text beschrieben. Im Innern der Verpackung ist der Player mehrfach geschützt verpackt, für Kabel und Netzteil befindet sich ein zusätzlicher Karton. Der Lieferumfang ist sehr umfangreich und beinhaltet unter anderem ein USB3.0 Kabel und was auch sehr lobenswert ist, ein HDMI-Kabel, woran gern manch anderer Hersteller spart. Des weiteren ist eine Kurzanleitung und ein Benutzerhandbuch beigelegt, sowohl in Englisch als auch und Deutsch.

Lieferumfang:

• 1 x ICYBOX IB-MP3011Plus
• 1 x Fernbedienung mit Batterien
• 1 x Schraubenset
• 1 x USB3.0 Kabel
• 1 x Netzteil
• 1 x HDMI-Kabel
• 1 x A/V-Kabel + Component Kabel

Technische Daten:

Gehäuse:
• äußeres Gehäuse – gebürstetes Aluminiumblech
• Front ebenfalls aus Aluminiumblech auf Kunststoff
• Lackierung außen schwarz
• inneres Gestell – Stahlblech
• Gewicht: ca. 1kg (ohne HDD)
• Abmaße: 190x40x228 mm

Anschlussmöglichkeiten:

Datenschnittstellen (Seitlich):
• 2 x USB 2.0
• 1 x USB 3.0
• 1 x SD-Speicherkarteneinschub
• 1 x LAN 10/100/1000 Mbit/s (Rückseite)

Videoschnittstellen (Rückseite):
• 1 x Composite
• 1 x Component
• 1 x HDMI (bis zu 1920x1080p)

Audioschnittstellen (Rückseite):
• 1 x Stereo L/R
• 1 x SPDIF (optisch)

Kühlung:
• passiv über ein Aluminiumblech

unterstützte Formate:

Video:
AVI/MKV/TS/M2TS/MPG/MP4/MOV/VOB/ISO/IFO/DAT/WMV/RM/RMVB,
FLV Auflösung bis zu 720p/1080i/1080p

Audio:
MP3/OGG/WMA/WAV/AAC
Dolby Digital AC3 5.1 (Pass-through u. Stereo downmix),
Dolby Digital Plus 7.1 (Pass-through),
Dolby TrueHD 7.1 (Pass-through u. Stereo downmix),
DTS Digital Surround 5.1 (Pass-through u. Stereo downmix),
AAC 7.1 (Pass-through und Stereo downmix)

Bild:
HD-JPEG, JPG, BMP

Untertitel:
SRT, SMI, SSA, SUB

Testbericht:
Kommen wir zunächst zur 360° – Ansicht.

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Angenehm schlicht zeigt sich das Gehäuse rundum in gebürstetem Aluminium. Auf der Oberseite wurde der Firmenname glatt aufgebracht. Seitlich befinden sich die Datenanschlüsse, was zwar ein besseres herankommen garantiert jedoch in Kombination mit anderen Geräten auch etwas größeren Abstand auf der linken Seite benötigt.

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Auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse für Video, Audio und der Netzwerkanschluss. Ein An/Aus-Schalter sucht man vergeblich. Um das Gerät also richtig vom Strom zu trennen muss der Stromstecker entfernt werden. Ebenso fehlt ein Resetschalter, bei Absturz des Gerätes muss also auch hier der Stromstecker gezogen werden. Der Optische Audio-Anschluss ist mit einer Abdeckung vor Staub geschützt. Alle Anschlüsse sind gut beschriftet.

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Die Front zeigt den Anschalter der edel im Metalllook gehalten ist. Ein kleines Anzeigefeld zeigt den Status An/Aus und ob gerade Musik abgespielt wird. Daneben befindet sich auch gleich der Empfänger für die Fernbedienung. Damit bietet der Player allerdings wenig Informationsmöglichkeiten ohne Fernsehbetrieb. Ein Display oder sonstiges ist nicht vorhanden.
Auf der Unterseite befinden sich 2 kleine Lüftungsschlitze und 4 Schaumgummi-Füße.

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Um das Gehäuse zu öffnen müssen auf der Unterseite die gekennzeichneten Schrauben gelöst werden. Dann kann das gesamte Gehäuse nach hinten weg abgezogen werden. Im Innern zeigt sich eine kleine Platine und ein dickes abgewinkeltes Alublech, welches die Kühlung der Festplatte übernehmen soll. Im Vergleich zu alten Mediaplayern von Realtek wurde der Chipsatz auf ein Minimum reduziert und der Realtekchip selbst stark verkleinert. Aufgrund des sehr kleinen Kühlkörpers wurde scheinbar auch die Wärmeentwicklung von Realtek stark reduziert. Insgesamt sieht die Platine gut verarbeitet aus und es besteht keine Gefahr, dass man hier aus versehen irgendwelche Teile beschädigt oder mit Kabeln verdeckt.
Laut RaidSonic handelt es sich bei dem aktuellen Chipsatz um den Realtek RTD1185 mit 500Mhz. Für die USB3.0 Unterstützung musste ein zusätzliches Interface verbaut werden, da der Chip nur USB2.0 unterstützt. Allerdings sollte dies kein Problem darstellen, da der Chipsatz sogar PCI-Express mitliefert. Genauere Informationen findet man auch auf der Herstellerseite von Realtek.

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Der Einbau der Festplatte ist relativ einfach, die Festplatte wird eingelegt und dann von der Rückseite verschraubt. Eine Installation von 2,5“-Festplatte ist nicht möglich. Wie auf dem Bild zu sehen gibt es nur 2 Statusleds, die den Status des Einschaltens und die Musikwiedergabe darstellen. Damit bietet der Mediaplayer leider nur wenig Anzeigemöglichkeiten.
Für viele ist der Stromverbrauch immer wichtiger bei steigenden Energiepreisen. Daher haben wir den Mediaplayer (mit Festplatte) über ein Handelsübliches Strommessgerät geprüft.
Das für den Test verwendete Messgerät besitzt eine Auflösung von 0,00 Ampere mit einem Fehler von einem Digit. Die Spannung lag beim Test bei ca. 229 V.
Der Versuch Lasten zu erzeugen zeigte, dass sich die Stromaufnahme nur sehr gering veränderte, somit kann man von der Idle-Stromaufnahme ausgehen. Abweichungen entstehen natürlich auch durch die jeweilige Festplatte die eingebaut wird.
Verbrauch im Idle: 18,13 W (zzgl. Fehler +-2,3W)
Verbrauch im Standby: 0,00 W (zzgl. Fehler +2,3W)
Damit liegt das IB-MP3011Plus bei deutlich geringerer Leistungsaufnahme als ältere Mediaplayer. Dies liegt sicherlich auch an der Weiterentwicklung des Chipsatzes von Realtek. Der korrekte Standby-Verbrauch ist mit dem ungenauen Gerät nicht mehr messbar, liegt allerdings unterhalb von 2,3 Watt. Der Hersteller gibt leider keine Angaben zum Stromverbrauch.

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Beim Hochfahren erscheint, qualitativ etwas niedrig, der Startbildschirm mit dem Logo. Danach kommt man vorerst in das Hauptmenü. Das Menü sieht sehr professionell aus und ist schlicht gehalten. Die einzelnen Unterpunkte sind farblich abgetrennt. Menüpunkt 1 ist der Dateimanager mit dem man auf alle Dateimedien zugreifen kann. Menüpunkt 2 behandelt nur die gescannten Filme, also die Filme die sich auf der Festplatte befinden oder die auf einem angesteckten USB-Medium liegen. Das gleiche gilt für Menüpunkt 3, der Musikwiedergabe. Hier können auch Wiedergabelisten angelegt werden und die Audiodateien verwaltet werden.

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Für die Fotowiedergabe im Menüpunkt 4 bietet Raidsonic viele Möglichkeiten der Darstellung. Menüpunkt 5 bietet den Zugriff auf einige Applikationen, die mit dem Internet agieren. Im vorletzten Menüpunkt kann auch direkt im Internet gesurft werden. Der letzte Punkt gibt die Möglichkeit eine Vielzahl von Geräte-Einstellungen vorzunehmen.

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Ich möchte nun die einzelnen Menüpunkte im einzelnen genauer vorstellen. Anfangs ist hier der Dateimanager. Er ermöglicht den Zugriff auf alle Speicher die im Mediaplayer verbaut sind oder angesteckt sind, sowie alle Netzwerkressourcen. So werden über USB eigene Verzeichnisse angelegt, hier für einen USB-Stick das Verzeichnis C:, es können natürlich auch mehrere USB-Quellen angeschlossen werden. Die Ansicht auf die einzelnen Ordner und Dateien erfolgt über kleine Thumbnails und gibt so gleich eine gute Übersicht über den Inhalt. Eine Differenzierung nach Dateiformaten erfolgt nicht im Dateimanager.
Über UpnP kann auf freigegebene Ressourcen im Netzwerk zugegriffen werden. Hierzu muss natürlich eine UpnP-Freigabe am jeweiligen Computer erfolgen.
Aus dem Dateimanager können die Daten direkt aufgerufen werden. Dabei puffert der Mediaplayer die jeweilige Datei und gibt diese dann flüssig wieder. Hier ein Standard-Video von WIN7.

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Der Wechsel in einen anderen Menüpunkt kann jederzeit erfolgen, daher erspart man sich ein paar Schritte in der Steuerung. Geht man nun in das Untermenü „Filme“ greift man auf die internen Quellen zurück. Zum Test habe ich ein unkomprimiertes Video von einer Canon 7D genommen. Das Abspielen wird ruckelfrei ausgeführt. Es gibt speziell für die Videowiedergabe eine Reihe von Menüeinstellungen. Praktisch hierbei ist auch das Springen zu einem bestimmten Punkt in der Zeitleiste. Es können während der Videowiedergabe alle wichtigen Sound- und Video-Einstellungen verstellt werden.
Auch hier besteht jederzeit der Wechsel in ein anderes Menü, der Film läuft jedoch nicht im Hintergrund weiter.

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Im Unterpunkt Musik wird eine Übersicht der Audiodaten gezeigt. In der Anzeige kann man Umschalten ob man die einzelnen Audiofiles sehen möchte oder eine Auflistung der Wiedergabelisten. Die Wiedergabelisten können auch am Computer erstellt werden und als M3U-File übertragen werden.
Beim Abspielen der Musik wird ein Player gestartet, der wichtige Informationen und das Albumcover zu der jeweiligen Musikdatei anzeigt. Der Player läuft auch im Hintergrund weiter, wenn man sich aus dem Menü Musik entfernt.
Natürlich kann man sich auch alle Audiofiles anzeigen lassen, hier ist die Darstellung gleich vom Dateimanager.
Zuletzt noch ein Bild, was die Erstellung der Wiedergabelisten mit dem Player zeigt. Man kann schnell sehen, dass das Erstellen großer Listen etwas längerer Zeit bedarf. Es wird lediglich eine Liste aller Dateien gezeigt, eine Sortierung nach Interpret oder andere Merkmale ist nicht möglich. Im konkreten Fall habe ich die Liste aus Dateien vom USB-Stick erstellt, die Verknüpfung auf den USB-Stick bleibt bestehen, die Daten werden nicht auf die Festplatte kopiert.

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Sehr gut von Raidsonic umgesetzt, ist die Fotowiedergabe im Mediaplayer. Grundsätzlich werden alle Bilder angezeigt, wenn man in den Menüpunkt Fotos wechselt. Sobald ein Foto geöffnet ist, können auf einige Menüpunkte zugegriffen werden, die zum Beispiel eine Hintergrundmusik starten, wenn eine Diashow läuft. Des weiteren bietet Raidsonic eine Reihe von Übergangseffekten an. Sehr wichtig ist auch die Einstellmöglichkeit der Anzeigedauer von 2 Sekunden bis 2 Minuten.

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Immer mehr Hersteller bieten in ihren Geräten sogenannte Apps an, mit denen einfacher Internetseiten gesteuert werden können. In den Apps ist dann meistens ein einfaches Menü hinterlegt, in dem man mit einfachen Handgriffen ans Ziel kommt.
Folgende Apps sind hinterlegt:
- Youtube – Durchsuchen nach Videos
- Flickr – Fotos anschauen
- Yahoo-Finance – Finanzübersicht
- Bttorrent – Möglichkeit Bittorrents zu laden
- Video-Podcasts
- Picasa – Google-Account notwendig
- BuddyLink
- JukeBox
- AudioPodcast
- YahooWeather – Wetter
- ShoutcastRadio – Radioverwaltung

Es ist leider nicht möglich einzelne Apps aus der Anzeige zu löschen oder hinzuzufügen. Ein kleines Symbol am oberen rechten Bildschirmrand verrät, die mögliche Nutzung von Tastatur und Maus. Denn selbst das ist mit dem Mediaplayer durchaus möglich.
Allerdings hapert es noch etwas an der Umsetzung, es wurde meist kein Cursor angezeigt, was die Steuerung mit der Maus zu einem Glückstrefferspiel macht.
Bewusst möchte ich das Bild mit dem Cursor zeigen, auf dem sonst nur schwarzer Hintergrund ist. Dabei handelt es sich um einen Absturz des Mediaplayers, scheinbar verträgt sich das Youtube-App nicht ganz mit dem Player. Eine Fehlerursache konnte ich jedoch nicht ausmachen, manchmal funktioniert die App, manchmal kam es zu Abstürzen.
Wenn die App funktioniert, dann kann man gemütlich in allen YouTube-Videos herum stöbern.
Inwiefern sich die Apps updaten ist unbekannt. Sicherlich müssen hierfür Firmwareupdates von Raidsonic installiert werden.

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Ich möchte hierbei noch auf die Eingabemöglichkeit mit der Fernbedienung eingehen. Wie schon in der Vergangenheit ist es immer sehr mühselig Text, Sonderzeichen etc. mit einer Fernbedienung zu schreiben, Hierfür gibt es ein Eingabeinterface vom Mediaplayer, mit dem alle Zeichen ausgewählt werden können. Sinnvoll hierbei ist die Input History, in der die letzten Eingaben ausgewählt werden können. Das ersparte in meinem Fall teilweise viel Zeit und Arbeit.
Sehr schön ist auch die Wetterapp, in der kann man sich Favoriten anlegen und sich jederzeit das aktuelle Wetter und eine Vorhersage anschauen. Aber auch hier ist ein kleiner Bug in der Anzeige des Menütextes.
Das Flickr-App ist mir etwas Fragwürdig, man kann sich zwar eine reihe von Fotos anschauen, man hat aber keinerlei Möglichkeiten sich Fotos zu kopieren, hochzuladen oder andere Funktionen von Flickr zu nutzen.

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Nun noch ein paar Worte zum Internetradio. Sicherlich eines der Kriterien warum man sich auch einen Mediaplayer anschafft. Die Verwaltung in der App ist sehr einfach und es kann sich eine Favoritenliste angelegt werden. Es gibt viele Suchmöglichkeiten, die das Auffinden von Sendern in dem Dschungel der vielen Anbieter vereinfacht.

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Nun zum vorletzten Unterpunkt, dem Internetbrowser. Um einen schnelleren Zugriff auf einige Seiten zu bekommen, wurden bereits einige bekannte Seiten als Shortcut angelegt. Eine Verwaltung dieser konnte ich nicht finden. Die Shortcuts arbeiten ähnlich wie die Apps und verbergen die Adressleiste, wie im Beispiel von Facebook. Natürlich hat man auch die Möglichkeit Seiten manuell zu öffnen. Mann kann diese jedoch nicht als Favoriten speichern. Allgemein bietet die Internetfunktion im Mediaplayer zu wenig Einstell-Möglichkeiten.
Des weiteren muss erwähnt werden, dass trotz direkter Anbindung über RJ45 und einer 16Mbit-Leitung das Aufrufen der Seiten extrem lange dauert. Bei Facebook hat es schon mal an 56k-Zeiten erinnert. Daran muss Raidsonic noch arbeiten und hoffentlich gibt es hierzu eine bessere Lösung mit neueren Firmwareupdates.
Wie schon angesprochen kann auch eine Tastatur und eine Maus verwendet werden und obwohl in der Anleitung beschrieben ist, wie man angeblich den Cursor ein- bzw. ausblenden kann, konnte ich nie einen Cursor auf dem Bildschirm finden. Durch ein bisschen herumfuchteln der Maus kann man irgendwann erahnen wo sich der Cursor gerade befindet, allerdings bringt das nicht den erwünschten Effekt.
Daher ist die Nutzung des Internets leider etwas unausgereift.

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Der letzte Unterpunkt ist den Geräte-Einstellungen vorbehalten. Gegliedert in System, Audio, Video, Netzwerk und Sonstiges. Dabei möchte ich mehr auf die Netzwerkeinstellungen eingehen.
Typisch ist natürlich der Anschluss über ein Netzwerkkabel, zumal Raidsonic mit Gbit-Lan einen hohen Datendurchsatz garantiert. Befindet sich der Mediaplayer jedoch weit entfernt von einem möglichen Kabelanschluss bietet der Realtek-Chipsatz auch die Verwendung von WLAN. Leider ist WLAN nicht im Gerät verbaut und muss über USB in Form eines WLAN-Sticks angesteckt werden. Damit geht jedoch schon ein Steckplatz verloren. Des weiteren ist nicht jeder Wlan-Stick geeignet. Der Chipsatz kommt nach wie vor (auch schon in älteren Mediaplayern) nur mit Wlan-Sticks klar die selbst auf einem Realtek-Chipsatz basieren. Für meinen Test habe ich einen 10 euro teuren 54Mbit-Stick verwendet. Die gängigen Sicherheitseinstellungen können vorgenommen werden, in meinem Fall eine WPA-Verschlüsselung auf dem Router.
Eine sehr sinnvolles Feature ist die Nutzung eines internen PPPoE-Setups. So kann das Gerät auch ohne einen Router sich im Internet einwählen.
Ansonsten sind natürlich alle wichtigen Einstellungen gerade im Bereich Ausgangs-Auflösung etc. vorhanden.

Weitere hilfreiche Informationen:

Den IB-MP3011Plus gibt es aktuell für ca. 125 Euro laut Preisvergleich im Internet. Damit ist das Gerät recht günstig im Vergleich zu anderen Geräten.
Raidsonic liefert weiterhin eine Reihe von Informationen zu dem Mediaplayer auf ihrer Interseite: IB-MP3011Plus
Weiterhin gibt es ein sehr anschauliches Datenblatt als PDF mit einer sehr guten Erklärung.: Datenblatt

Fazit:
Mit einem guten Preis präsentiert Raidsonic mit dem IB-MP3011Plus einen gelungenen Mediaplayer. Abspielen von Video, Musik und Fotos sind gut umgesetzt worden und sind mit einer Vielzahl von Features ausgestattet. Die Verfügbarkeit von Internet klingt zwar vielversprechend, ist aber bei weitem noch nicht ausgereift.
Die Gestaltung des Gehäuses ist einfach und funktional gehalten, ein paar mehr Anzeigemöglichkeiten wären jedoch hilfreich.
Auch wenn die meisten Mediaplayer heute auf dem Realtek-Chipsatz basieren, kann sich Raidsonic doch von der Konkurrenz unterscheiden. So läuft das IB-MP3011Plus auch ohne Lüfter kühl und leise. Ebenso der Einsatz von Gbit-Netzwerk und USB 3.0 lassen den Mediaplayer nicht so schnell altern.

Im Ganzen konnte der IB-MP3011Plus überzeugen, wenn man bedenkt, dass die Video- und Audiowiedergabe das Herzstück eines Mediaplayers sind.
Daher sind 4 von 5 möglichen Punkten sowie der Silveraward eine positive Bilanz des Tests.

Positiv Negativ
Preis kein WLAN integriert
Design langsames Internet
Verarbeitung unausgereifte Bedienung der Internetmedien
sinnvolle Features einige Abstürze
Lüfterlos keine Anzeige (Nur 2 LEDs)
USB3.0, Gbit-Ethernet  
Tastatur/Maus-Anschluss  
ergonomische Fernbedienung  
geringer Stromverbrauch  

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