NZXT Beta: Smokey Black Edition

21. März 2010 von Götz Dähne
Kategorie: Gehäuse

Einleitung:
NZXT hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Wünsche von Gamern zu erfüllen. Der Hersteller hat seinen Sitz in den USA, wo auch die Designer und Ingeneure sitzen. Produzieren lässt NZXT seine Produkte in China und Taiwan. Mit dem NZXT Beta hat die Firma eine eher kostengünstige Variante eines Gehäuses auf den Markt gebracht. Auch wenn der Name „Beta“ vorerst mit einem nicht ausgereiften Programm in Verbindung gebracht wird, ist das Gehäuse im Gegensatz dazu ein fertig durch konzipiertes Produkt. Was das Gehäuse nun für die Zielgruppe von NZXT bringen soll und wie sich NZXT in diesem Preissegment schlägt möchten wir im folgenden Test klären.

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Verpackung:
Die Verpackung ist relativ einfach und ausreichend zur Sicherung des Gehäuses. Das Gehäuse ist zusätzlich in Folie verpackt und geschützt durch 2 Schaumstoffeinlagen. Der Aufdruck ist ebenfalls nur in Schwarz, bringt aber die wichtigsten Details über das Gehäuse mit sich.

Lieferumfang:

• Schrauben zur Befestigung des Motherboards
• kurze Bedienungsanleitung (S/W) in 4 Sprachen
• Hinweiszettel zum Download des Handbuches (Gleicher Inhalt wie in der beigelegten Bedienungsanleitung jedoch größere Bilder)
• kompletter Satz zur Befestigung der Laufwerke

Technische Daten:
• Maße: 200 x 430 x 500 mm (B x H x T)
• Material: Stahl
• Gewicht: ca. 7,8 kg
• Formfaktor: ATX, M-ATX
• Erweiterungs-Slots: 7

Laufwerke:
• 4 x 5,25 Zoll (extern)
• 5 x 3,5 Zoll (intern)

Lüfter:
• 1x 120x120x25mm (Front, 1200 U/Min)
• 1x 120x120x25mm (Rücksteite, 1200 U/Min)
• 2x 120x120x25mm (Seitenteil, 1200 U/Min)

Front-Panel:
• 2x USB 2.0
• 1x eSATA
• 1x je HD/AC97 Audio IN / OUT

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Testbericht:
Typisch für die Preisklasse ist eine sehr minimalistische Aufwendung an Rohstoffen im Gehäuse, so bringt das NZXT Beta gerade mal 7,3 Kilo auf die Waage. Das Grundgehäuse ist aus Stahl und die Front aus Kunststoff gefertigt. Die einzelnen Komponenten des Gehäuses wurden wie typisch vernietet und die beiden Seitenteile werden auf der linken Seite durch 2 kunststoffummantelte Rändelschrauben, auf der Rechten Seite durch Standardschrauben gehalten. Die Verschraubung ist aufgrund des dünnen Bleches teilweise schwergängig und kann bei mehrfacher Anwendung das Innengewinde zerstören, hier ist Vorsicht geboten. Auf der Unterseite befinden sich 4 Gummifüße die ausreichend stabil wirken und eine Entkopplung zum Fußboden gewährleisten.

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Die Front kann, nach Abnehmen der beiden Seitenteile entfernt werden um leichteren Zugriff auf die integrierten Staubfilter und die Frontblenden zu bekommen. Die Frontblenden sind, wie auch die Blenden für die rückseitigen Steckkarten aus Gitterblech gefertigt. Zusätzlich haben die Frontblenden ebenfalls Staubfilter integriert in Form einer luftdurchlässigen Schaumstoffmatte.

Ebenfalls erhält man Zugriff auf den integrierten Frontlüfter, ein 120mm Lüfter mit blauen LEDs. Da dieser jedoch nicht zu den Silentlüftern gehört sollte eine Steuerung des Lüfters erfolgen, hierfür wird sowohl ein 3-Pin als auch ein 4-Pin Stecker angeboten. Es ist also ratsam den Lüfter an das Motherboard anzuschließen, um eine Steuerung zu ermöglichen. Bei Betrieb leuchten die LEDs des Lüfters unterhalb der Frontblenden durch den Staubfilter und das Gitterblech hindurch.

Die Taster für Power und Reset besitzen ebenfalls eine Beleuchtung wobei die LED des Resettasters die Festplattenaktivität anzeigt. Leider unterscheiden sich beide Schalter nur durch ihren Aufdruck, eine Verwechslung ist daher nicht ausgeschlossen.
Oberhalb des Frontteils hat NZXT ein paar Anschlüsse (MIC, AUDIO-Out, 2 x USB, E-SATA) in das Gehäuse eingelassen. Die Anschlüsse liegen komplett frei und sind somit Verunreinigungen wie Staub ausgesetzt. Die Position der IOs ist damit nicht optimal gestaltet.

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Weitere Features bietet das NZXT Beta auf der Rückseite. Neben den Standardmäßigen Öffnungen für Netzteil und Motherboardanschlüsse gibt es ein Gitter welches die Montage eines 120mm bzw 80mm Lüfters ermöglicht. Sehr interessant auch die 2 runden Öffnungen für Wakü-Schläuche, die mit Gummdurchführungen vor Schäden an den Schläuchen schützen sollen.
In der linken abnehmbaren Seite befinden sich zusätzlich 2 Gitter für 2 optionale 120mm Lüfter. Diese sind nicht verschließbar und können damit eventuell gewünschte Luftströme im Gehäuse behindern.

Ich möchte nun zum Inneren des NZXT Beta kommen. Auffällig beim Öffnen ist die Innenlackierung. So ist alles, auch die einzelnen Schächte schwarz beschichtet. Der Schacht für die Festplatten ist um 90° gedreht um eine leichtere Montage der Festplatten zu ermöglichen. Bei großen Blechflächen sind häufig Versteifungsrillen in Form von Löchern mit tiefgezogenen Rändern zu sehen. Dadurch verliert das Gehäuse an Gewicht und die Steifigkeit nimmt zu. Scharfkantige Ecken wurden durch spezielle Gummiteile verkleidet. Das ist durchaus eine gute Innovation, jedoch wurden diese Schutzvorrichtungen nur an den leicht zugängigen Ecken verbaut, ein Griff etwas tiefer in das Gehäuse kann nach wie vor ein Verletzungsrisiko bergen. Fehler beim Verbauen und Vernieten im Gehäuse konnte ich nicht feststellen. Allgemein muss allerdings gesagt werden, dass das Grundgehäuse ohne eingebaute Geräte sehr instabil wirkt, die Seitenteile sind bei Abnehme teilweise verzogen.

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Der Einbau der Komponenten wird laut Anleitung als sehr einfach beschrieben. Doch schon bei Installation des Netzteils sind erste Schwierigkeiten aufgetreten. So existieren nur 2 kleine Blechlaschen, die das Netzteil vor dem Verschrauben halten sollen, diese sind jedoch enorm instabil und knicken leicht nach unten ab. Die Montage des Netzteils sollte daher im gelegten Zustand des Gehäuses erfolgen und immer mit allen Schrauben befestigt sein. Die Montage des Motherboards ist typisch für Gehäuse dieser Art, ein Ausziehen oder Umklappen des Motherboardschlittens ist nicht möglich. Die nötigen Abstandhalter und Schrauben sind im Zubehör enthalten. Die Installation selbst großer Motherboards zeigt, dass ausreichend Platz im Gehäuse vorhanden.

Für Laufwerke mit 5 ¼ Zoll werden Schraubenlose Halterungen mitgeliefert. Die Montage eines Laufwerkes wird damit enorm erleichtert. Sollte einmal die Halterung nicht passen so lässt sich das Laufwerk auch herkömmlich mit Schrauben befestigen.

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Die Befestigung der Festplatten erfolgt über Einschubschienen. Diese werde einfach an die Festplatte angelegt und zusammen dann in einen freien Slot geschoben. Falls die Schienen nicht an der Festplatte halten kann zusätzlich eine Schraube zum Befestigen der Schiene eingesetzt werden. Das Einsetzen und Herausnehmen der Festplatte erwies sich als leichtgängig und sicher.

Die Anschlüsse für die Front-IOs sowie Schalter sind an den jeweiligen Steckern verständlich beschriftet und die Kabel sind lang genug um auch an etwas weiter entfernte Anschlüsse auf dem Motherboard zu kommen. Um Verwechslungen auszuschließen beschäftigt sich hierfür auch die beigelegte Anleitung mit einem Artikel.

Fazit:
Das NZXT Beta kann mit einigen Features, wie die komplette Lackierung auch im Innern, Kanten- und Eckenschutz durch Gummiteile, Durchführungen für Wakü-Schläuche an der Rückseite in seinem Preissegment überzeugen. Für heutige Zeit angepasst, jedoch nicht immer verbaut, verfügt das Gehäuse über Schraubenlose Befestigungen für Laufwerke und Festplatten und über ausreichend Frontanschlüsse unter Anderem einen E-SATA-Anschluss. Abheben kann sich das Gehäuse jedoch nicht von der Konkurrenz, aufgrund seiner Instabilität und der geringen mitgelieferten Kühlung (1 lauter Front-Lüfter).
Allgemein kann man das Gehäuse damit in die obere Mittelklasse der günstigen Gehäuse einordnen.
Leider fehlt uns die Verbindung zum eigentlich „Ziel“ von NZXT. Laut Beschreibung soll das Gehäuse an Gamer gerichtet sein, bekanntlich geben diese aber meist ein paar Euro mehr aus um sich mit ganz speziellen Features abzuheben. Das NZXT Beta ist dann doch eher ein benutzerfreundliches Standardgehäuse.

Vertrieb: CaseKing.de
Hersteller: NZXT Homepage
Produkt: CaseKing.de – NZXT Beta: Smokey Black Edition

Positiv Negativ
Leichtes Gehäuse instabile Gestaltung
Blenden aus Gitterblech verzogenes Seitenteil
integrierte Staubfilter lauter Frontlüfter
spezielle Wakü-Ausgänge schwergängige Verschraubungen
schraubenlose Befestigungssysteme kein Schutz der Frontanschlüsse
E-SATA Anschluss an Front  
Innenraumlackierung  

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