FANTEC MR-35DUS2 Raid Festplattengehäuse

30. März 2008 von Götz Dähne
Kategorie: Festplattengehäuse

Testbericht:
Fantec ist für seine Storage und Raidsysteme bekannt. Nachdem wir uns ein externes Gehäuse von Fantec unter die Lupe genommen haben, wollen wir natürlich auch schauen, was Fantec in Sachen Raid-Systeme zu bieten hat. Dafür haben wir eine externe Lösung gefunden, das MR-35DUS2. Hier können 2 SATA-Festplatten installiert werden und in unterschiedlichen Raid zum Laufen gebracht werden. Sowie USB 2.0 als auch extern SATA bieten vielseitige Möglichkeiten. So bietet das MR-35DUS2 die sichere Backup-Alternative mit Raid 1 sowohl für einen oder mehrere PCs. Raid 0 verhilft oft zu schnelleren Datentransfer, macht aber bei der externen Lösung von Fantec nur Sinn über Extern SATA, da USB 2.0 nicht den notwendigen Datentransfer anbietet. Wollen wir nun einmal genauer nachsehen, was sich Fantec so alles einfallen lassen hat.

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Die Verpackung ist sehr stabil und gut verarbeitet, praktisch auch der Tragegriff, falls man mit dem MR-35DUS2 einmal zu anderen PCs gehen möchte. Der Aufdruck zeigt vorerst die wichtigsten Details und auf der Rückseite sind die wichtigsten Information knapp zusammengefasst. Das Gehäuse ist mit Schaumstoff ummantelt, welcher jederzeit wieder benutzt werden kann für den Transport.

Lieferumfang:
• Gehäuse mit Schutzfolie
• Bedienungsanleitung (Englisch und Deutsch)
• 1 USB Anschlusskabel
• 1 eSATA Anschlusskabel
• 1 Stromkabel (Kaltgerätestecker)
• 1 eSATA Blende für die Bereitstellung des eSATA

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Das Gehäuse besteht aus Metall und die Front aus Kunststoff. Das komplette Gehäuse wurde in matt schwarz gehalten und bietet eine angenehme Optik. Wie man an der Front erkennen kann, sind einige Status LEDs verbaut worden. Auch die Einstellung des Raid wird gleich an der Front vorgenommen.

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An der Rückseite befinden sich ordentlich beschriftet die Anschlüsse für eSATA, USB 2.0 und der Stromanschluss. Sehr angenehm ist, dass Fantec das Netzteil (60 Watt) im Gehäuse mit eingebaut hat. Externe Netzteile häufen sich somit nicht noch weiter. Ein 70mm Lüfter sorgt für die notwendige Kühlung. Der Lüfter ist Temperaturgeregelt, bei Betrieb ist dieser nicht zu hören, da die Festplatten lauter sind. Kommen wir zur Blende. Die einzelnen Einschubschächte sind mit einem kleinen Drehschloss verriegelt, damit nicht aus versehen eine Festplatte rausrutscht. Dieses Schloss lässt sich jedoch mit einem Fingernagel oder einer Münze leicht öffnen. Hier entsteht keinerlei Sicherheit gegen gewolltes Entfernen. Jeweils eine blaue LED zeigt an, über welchen Anschluss das Gerät angeschlossen ist. Neben dem Raid Schalter befinden sich ebenfalls 4 blaue LEDs, welche anzeigen, welcher Raid eingestellt ist. Neben den Einschüben befindet sich jeweils eine LED, welche die Aktivität der Festplatte anzeigt. Blau bei Leerlauf, Lila bei Datentransfer. Unter dem Logo befindet sich ein kleiner Reset-Schalter der bei Wechsel des Raids betätigt werden muss.

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Hier die beiden Testfestplatten. Beide sind identisch und Fabrik-neu. Es handelt sich dabei um die Maxtor DiamondMax 22 mit SATA 3,0Gb/s, 500 GB Speicher, 7200 U/min und 32 MB Cache. Die Festplatten werden ganz ohne Schrauben einfach in den Schacht geschoben. Am hinteren Ende befindet sich eine Feder, damit die Festplatte auch wieder herauskommt und ebenfalls die Anschlüsse.

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Trotz des gebogenen Bleches muss der Einschub mit 2 Händen erfolgen, da sonst bei zu grober Handhabung Schäden an der Front entstehen könnten. Hier die Blende für den eSATA-Anschluss. Diese wird einfach an einem freien Blenden-Slot installiert und an einen internen SATA-Anschluss angesteckt.

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Bei dem ersten Betrieb müsste der Raidstatus bei Raid 0 stehen. Auch ohne Anschluss an den Rechner werden die Festplatten vom MR-35DUS2 initialisiert. Daher werden die beiden Betriebs-LEDs der Festplatten auch lila leuchten. Mit dem schwarzen Design und den blauen LEDs sieht das MR-35DUS2 im Dunkeln sehr gut aus. Jedoch lassen sich die LEDs nicht abstellen, also bei Nacht sollte das Gerät nicht im Schlafzimmer stehen, da die LEDs recht hell sind.

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Fantec bietet auf ihrer Internetseite kostenfrei die Software 57xx SteelVine an. Hiermit lässt sich das MR-35DUS2 verwalten. So können Firmware-Updates durchgeführt werden und Richtlinien sowie ein Zeitplan zur Überprüfung der Festplatten festgelegt werden. Durch Klick auf das Bild kommt eine größere Darstellung der Software. Kommen wir nun zum Geschwindigkeitstest des Chipsatzes (Silicon Image 5744).

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Nutzt man das MR-35DUS2 im BIG-Modus so werden beide Festplatten zu einer Zusammengefasst. In unserem Test sind dies 1 Terrabyte, was so ziemlich genau stimmt.

Testsystem:
CPU: Amd Athlon 64 X2 4600+ @ 2400 Mhz
RAM: 1024 MB (2 x 512 MB)
Grafik: NVIDIA GForce 7600 GT 256 MB
Speicher: 5 Festplatten 860 GB + Testplatte (2x500GB)
OS: Windows XP SP2

Für den Geschwindigkeitstest haben wir HDTach verwendet, hiermit kann die Lesegeschwindigkeit recht genau ermittelt werden. Durch das Anklicken der Bilder können die Testergebnisse größer dargestellt werden. Die ersten Testergebnisse sind über eSATA getestet worden. Im BIG-Modus (maximale Größe) kann man erkennen, dass die Lese-Geschwindigkeit mit zunehmender Gigabytezahl abnimmt. Da es sich um 2 Festplatten handelt kommt es zu den 2 absinkenden Kurven. Die maximale Lesegeschwindigkeit beträgt 109,7 MB/s. Durchschnittlich liegt die Lesegeschwindigkeit jedoch nur bei 87,8 MB/s bei einer Zugriffszeit von 12 ms.

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Im Raid-0-Modus (maximale Geschwindigkeit) ist lediglich ein kleiner Piek bei ca. 500 GB zu erkennen. Warum dieser entsteht ist nicht ersichtlich, kann aber auch am Testsystem liegen, da im Raid0 die Festplatten abwechselnd ausgelesen werden. Die maximale Lesegeschwindigkeit beträgt 108,4 MB/s. Durchschnittlich liegt die Lesegeschwindigkeit bei 95,1 MB/s bei einer Zugriffszeit von 12,1 ms. Dies zeigt eine Geschwindigkeits-Steigerung um ca. 8 MB/s.
Im Raid1 (maximale Sicherheit) werden die Festplatten gleichzeitig ausgelesen. Auch hier kann man erkennen, dass bei beiden Festplatten bei zunehmender Größe die Geschwindigkeit abnimmt. Die maximale Lesegeschwindigkeit beträgt 109,6 MB/s ähnlich wie im BIG-Modus. Durchschnittlich liegt die Lesegeschwindigkeit jedoch nur bei 86,8 MB/s bei einer Zugriffszeit von 12,1 ms. Deutlich langsamer als im Raid0-Modus.

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Über USB ist es völlig egal, welchen Modus man wählt, die Übertragung liegt annähernd bei allen Modi gleich. Wie zu erwarten beträgt die Lesegeschwindigkeit maximal nur 28,7 MB/s und durchschnittlich nur 27,7 MB/s und sehr guten 12,5 ms Zugriffszeit. Dies liegt natürlich weit unter den Testergebnissen über eSATA. Trotzdem reiht der Chipsatz sich mit 221,6 Mbit/sec mit an die Spitze der Lesegeschwindigkeiten über USB 2.0.

Fazit:
Hervorragende Leistung mit gutem Aussehen vereint, bringt Fantec das MR-35DUS2 Raid-Gehäuse auf den Markt. Preislich im Rahmen bietet das MR-35DUS2 eine Reihe an Funktionen, wie das Schnellwechselsystem oder das schnelle Umschalten des Raid-Modi, und eine durchdachte Lösung für Speed-Fanatiker oder Sicherheits-Probleme. Das Ganze in einem externen Gehäuse verpackt, damit auch die Mobilität nicht zu kurz kommt. Wir können das Fantec MR-35DUS2 nur empfehlen.

Positiv Negativ
Datentransfer  
Verarbeitung  
Preis/Leistung  
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1 Kommentar: FANTEC MR-35DUS2 Raid Festplattengehäuse

  • ryma | 15.01.2012 um 09:53 Uhr

    Erfüllt seinen Zweck. In der Lautstärke übertönt das Teil allerdings alle meine restlichen Peripherie-Geräte zusammen (teils auch mit Lüfter) inkl. einen acht Jahre alten Macintosh G5. Und dies auch, wenn kein Zugriff auf die Platten erfolgt. Würde ich nicht wieder kaufen.

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