Raidsonic MB-453SPF Backplane System
Wir bedanken uns bei Raidsonic.de, dass sie uns 1 Exemplar des Backplanesystems MB-453SPF zur Verfügung gestellt haben.


Test:
Ein Tag nachdem wir von Raidsonic die Nachricht bekommen hatten, dass wir den Test über das Backplanesystem machen können, kam auch schon das Paket. Das Backplanesystem könnt ihr unter anderem bei www.zeg-shop.de erwerben. Genauere Informationen könnt ihr auch unter http://www.raidsonic.de finden.


Die Verpackung ist nicht sehr anspruchsvoll. Sie ist eigentlich nur ein Karton mit einfarbiger Beschriftung. Hier hätte Raidsonic etwas mehr bieten können. Im Innern wurde jedoch auf einen guten Schutz für das System gesetzt. Durch den passgenauen Schaumstoff wird vor Schäden vorgebeugt.
Lieferumfang:
- MB-453SPF Backplane-System
- Handbuch (leider nur in Englisch und Chinesisch und für (Nichtprofis) nicht leicht verständlich)
- Kabel zur LED-Anzeige
- Schrauben


Das Gehäuse ist an der Front aus schwarzem Kunststoff. Der Rest des Gehäuses ist aus Aluminium und ist matt geschliffen. Bei dem System werden die einzelnen Schlitten mit den Festplatten herausgezogen. Alle Komponenten sind ordentlich verschraubt. Jede Festplatte besitzt ihre eigene Status-LED. Hier gibt es auch neben jeder der 3 LEDs eine bildliche Beschreibung. Hierfür wurde als Hintergrund ein kleines Plättchen aus Aluminium mit einem roten Zeichen (Festplatte nicht bereit), einem orangen Zeichen (Festplatte arbeitet) und einem grünen Zeichen (Festplatte ist bereit) bedruckt. Damit keine Kratzer entstehen, wurde überall die Schutzfolie drauf gelassen. Leider sind die Plättchen manchmal etwas schief eingeklebt, dies merkt man aber nur, wenn man sehr genau hinschaut.


Zur Funktionsweise des Schlittens:
Wenn man den lila Schiebeknopf nach unten drückt, so springt durch eine Feder ein Hebel aus Aluminium aus dem Fach. Dieser Hebel wird nun aufgeklappt. Dabei schiebt sich der Schlitten ein kleines Stück nach draußen. Jetzt kann man mit Hilfe des Hebels die Festplatte aus dem System herausziehen. Jeder Schlitten ist mit einem Kunststoff-Stab verschraubt. Dies dient dazu, dass wenn keine Festplatte eingebaut ist, die Beiden Schlittenschienen nicht verbiegen. Die Schlitten sind gut verarbeitet, jedoch klemmen manchmal die Hebel und der Druck den man auf den Schiebeknopf ausüben muss ist etwas groß. Dieses Problem ließe sich durch eine Feder im Schiebeknopf sicherlich beheben.
An der Rückseite befindet sich ein 80mm Lüfter, der über ein ausgeklügeltes System auch abgenommen werden kann, ohne dafür ein Kabel zu entfernen. Hierfür ist ein spezielles KlickIn-System entwickelt worden. Des weiteren sind auf der Rückseite die Anschlüsse für die Festplatte und LEDs vorhanden. Auf diesem Foto sieht man die Platine des Systems. Deutlich zu erkennen sind die 3 Stecksysteme für die SATA-Festplatten. Damit genügend Luft noch hindurch kommt, wurden ein paar Vierecke aus der Platine ausgeschnitten.


Auf dieser Fotoserie kann man noch mal das leichte Entfernen der Festplatte sehen. Leider gibt es keine Sperrvorrichtung vor ungewollten Entfernen der Festplatte. Ein Schloss oder wenigstens ein Sicherungshebel wäre sehr hilfreich. Zuerst wird erstmal aus dem Schlitten der Kunststoffstab entfernt. Achtung die Schrauben nicht wegwerfen, sie werden noch benötigt. Im Set sind nur sozusagen 6 Schrauben zu wenig, das sind die Schrauben, die durch die Kunststoffstäbe schon verbaut sind.


Der Einbau der Festplatte ist dann sehr einfach. Alle Bohrungen des Schlittens stimmen mit denen der Festplatte überein. Bei dem Einbau in den Rechner kam nun ein schweres Problem. In vielen Gehäuse wird zum leichteren Montieren eine Halterung für die Laufwerke eingebaut. Natürlich für jedes Laufwerk wieder. Da nun aber das Backplane-System 2 Laufwerksschächte benutzt, müssen die Halterung entfernt werden.


Da ich an meinem Gehäuse nicht Trennschleifen wollte, habe ich die Halterungen einfach mit einer Zange umgebogen. Bei den meisten Gehäusetypen werden kleine Biegungen meistens direkt aus dem Gehäuse vorgenommen, nicht genietet. Nachdem nun alle Laschen umgebogen sind, passt das Backplanesystem perfekt in die 2 Laufwerksschächte.


Trotzdem sollte man das System vorsichtig in das Gehäuse schieben, damit sich dieses nicht verklemmt und dadurch Kratzer oder andere Schäden entstehen. Ich rate, dass man so viele Schrauben wie möglich verschraubt, damit lärmende Schwingungsgeräusche zwischen Gehäuse und Festplatten vermieden werden.


Der Anschluss erfolgt entweder über einen SATA-Stromanschluss oder über normale Molexanschlüsse. Da ich nur eine SATA-Festplatte für den Test einsetzte, habe ich auch nur ein SATA-Kabel benutzt. Die anderen beiden würden direkt daneben ihren Platz finden. Für SATA 2 Festplatten kann eine Verbindung zwischen Motherboard und Backplanesystem hergestellt werden, damit die Status LEDs auch das richtige anzeigen. Darauf habe ich verzichtet, da ich hier eine SATA 1 Festplatte benutze. Für genaue Anschlussinformationen schaut bitte auch im Datenblatt auf Raidsonic.de.
Das System funktioniert einwandfrei und die Festplatte wird als funktionstüchtig angezeigt. Ich habe zu Testzwecken den Lüfter natürlich am Backplanesystem dran gelassen. Doch jeder, der sich solch ein Backplanesystem in seinen privaten Rechner einbauen möchte sollte den Lüfter abnehmen, da er sehr laut ist. Er hat alles in meinem Rechner übertönt, selbst den CPU-Lüfter. Für Serversysteme ist dies sicherlich egal. Bei so einer hohen Lautstärke liefert der Lüfter allerdings reichlich Luft zum Kühlen der Festplatten. Auf Dauer könnte das System leider sehr verstauben, da es keine Möglichkeit gibt Staubfilter einzusetzen.


Es gibt an der Front noch 2 weitere rote LEDs die angehen wenn zum Einen der Lüfter ausfällt oder zum Anderen wenn die Temperatur zu hoch ist. Ist der Lüfter nicht montiert so erkennt das System dies und die LED für den Lüfter bleibt aus. Die maximale Temperatur kann auf der Rückseite an einem kleinen Schalter in 3 Stufen verstellt werden. Die Warnsignale werden auch über einen kleinen Lautsprecher auf der Rückseite akustisch abgegeben.
Teschnische Daten:
- Aluminium Konstruktion
- 3 x 3,5” Festplatten in 2 5,25” Einbauschächten
- SATA 3.0 Gb/s
- Hot Swap
- LEDs für Festplattenstatus und
- Festplattenaktivität
- Festplattenaktivitätsanzeige über SATA II („device activity signaling“) oder mit diskreter Leitung vom Kontroller
- LEDs für Lüfterausfall und Überhitzung
- Akustischer Alarm bei Lüfterausfall und Überhitzung
- Einstellbare Alarmtemperatur
- SATA und Standard Molex Stromanschluss
- Austauschbarer Lüfter (Schnellwechsel Halterung)
- Betrieb auch ohne Lüfter möglich (37 mm kürzer)
Das MB-453SPF Backplane-System zeigt eine gute Verarbeitung und geeignete Materialien, die verbaut wurden. Durch innovative Mechanismen, wie die Befestigung des Lüfters und die leichte Entfernung der Festplattenschlitten zeigt dass Raidsonic.de kreativ an neuen Ideen arbeitet. Leider gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten an der Hebelöffnung, da diese zu viel Druck benötigt. Des weiteren muss man sagen, dass der vorinstallierte Lüfter viel zu laut ist. Insgesamt können wir das Backplane-System nicht für den privaten Gebrauch empfehlen, da sich zu viele Probleme gezeigt haben. In unserer Bewertung kam das System nur auf 2,5 Sterne. Bei Serversystemen kann das MB-453SPF durchaus nützlich sein.
Positiv:
- Design
Negativ:
- Verarbeitung
- Montage
- Laufgeräusche
- Preis






