IrDA-Schnittstelle Eigenbau
Materialien: (insgesamt nicht teurer als 10 €)
- Vishay TFDS 4500 IrDA Modul (dies gibt es bei Reichelt, link hier)
- 15 OHM Widerstand ca. 1/4 Watt
- 47 OHM Widerstand ca. 1/4 Watt
- Lötzinn
- Lochraster Europlatine
- mind. 4-adriges Kabel
- Schrumpfschlauch
- Altes COM-Port Anschlusskabel bzw: Altes IDE-Kabel (z.B bei Reichelt hier)
- altes Gehäuse aus Plastik (z.B alte Spielkartenschachtel oder Kassetenhülle)
- (Zusätzlich für beleuchtung: blaue LED, Fassung für LED, passender Widerstand für LED)
Werkzeug:
- Lötkolben
- Dremel mit Fräsaufsatz und Trennschleifscheibe
- Zange
- Klebepistole


Das Vishay TFDS 4500 IrDA Modul ist ein Infrarot Sender und Empfänger. Mit diesem kann man mit Handys PDA`s und Laptop`s komunizieren. Natürlich nicht mit allzu hoher Geschwindigkeit, aber es ist doch beachtlich. Achtung: Dieses Tutorial bringt euch nichts, wenn ihr kein IRDA-Port auf dem Mainboard habt. Also schaut auch mal in euer Manuall von eurem Mainboard. Hier seht ihr mein Mainboard.


Heir seht ihr die Schnittstelle auf dem Mainboard.
Pin 1 VCC (+5 Volt Spannungsversorgung)
Pin 2 NC (nicht belegt)
Pin 3 IRRX (Empfänger)
Pin 4 GND (Masse)
Pin 5 IRTX (Sender)
Wichtig ist, dass ihr diese Reihenfolge einbehaltet. Bei manchen Mainboards, kann die Reihenfolge anders aussehen. In diesem Fall müsst ihr die Schaltung natürlich an das Mainboard anpassen. Wie ich selber mitbekommen habe, ist bei dem Vishay TFDS 4500 IrDA Modul die Pinbelegung schlecht zu erkennen. Da die pins immer abwechseln nach vorne und nach hinten gebogen sind, ist es schwer zu erkennen, wo man die Anschlüsse ranlöten soll.


Ich denke auf dem Bild ist es deutlich zu erkennen. Wenn ihr jedoch nochmehr Skizzen und Abmessungen, sowie Daten haben wollt, habe ich euch das Datenblatt zum Download bereitgestellt. Zum Download hier klicken. Falls ihr den Schaltplann etwas größer haben wollt um ihn besser zu erkennen, bitte hier klicken.


So sieht es bei mir aus, aber natürlich kann man das ganze noch platzsparender machen, da es ja nur 3 Bauteile sind, mit Led natürlich 5. Die LED müsst ihr dann an +5V und GND schließen. Achtung: Eine LED ist ein Gleichrichter. Achtet auf die Polung. Ihr könnt ein IDE-Kabel nehmen, um den Anschluss für das Mainboard nachzubilden. Ihr braucht für den Anschluss 5 solcher Pinlöcher. Diese könnt ihr zum Beispiel mit einer Trennschleifscheibe abtrennen oder mit einer Zange abschneiden. Achtung: Bevor ihr die Schaltung anschließt, prüft immer, dass ihr die Kabel richtig verbunden habt.


Ich habe persönlich das Com-Kabel benutzt, da man hier den Stecker nich bearbeiten muss und man eine tolle Anschlussmöglichkeit am Rechner hat. Wie man sieht besitzt der Stecker genau 5 Löcher, allerdings in 2 Reihen, dies müsste aber kein Problem ergeben. Falls ihr doch Platzprobleme auf dem Mainboard bekommt trennt ihr die eine Reihe einfach ab.


Auch hier ist darauf zu achten, an welcher stelle sich welche Ader des Kabels befindet. Unser 4-Adriges Kabel, haben wir an einen Com-Port-Stecker gelötet. Damit wir hier keine Fehler machen, haben wir auch die Buchse aufgemacht und nachgeschaut, wie die Verkabelung ist.


Bei den meisten Mainboards ist Standardmäßig die Infrarotschnittstelle ausgeschaltet, also muss man sie im Bios anstellen. Bei Windows XP, erscheint Standardmäßig das VerbindungsZeichen in der Taskleiste. Allerdings nur wenn ein Handy, ein Laptop bzw. ein PDA in der Rechweite der IrDA-Schnittstelle liegt.


Wenn man Daten versenden möchte, klickt man mit der Maus zweimal auf das Symbol in der Taskleiste. Nun öffnet sich ein Fenster in dem man sehr einfach Daten verschicken kann. Damit man auch Daten empfangen kann geht man in dem Programm vom senden der Dateien auf Eigenschaften. Hier kann man dann den Pfad angeben wo die eingehenden Dateien gespeichter werden sollen. Man wird standardmäßig immer gefragt, ob man die eingehenden Dateien empfangen möchte, dies kann man auch in den Eigenschaften ausstellen.

Ich hoffe das das Tutorial bei euch geklappt hat… Wenn nicht, könnt ihr es ja einfach nochmal probieren. Die Materialien waren ja nicht allzuteuer.


